Kiosk bekannter machen: So wird Ihr Laden online gefunden

Google-Profil, Fotos, Bewertungen, Verzeichnisse und Social Media: So finden neue Kunden Ihren Kiosk im Internet – und was Sie dabei nicht dürfen.

Illustration: Smartphone mit Kartenmarkierung und Sternebewertung neben einem kleinen Kiosk

Bevor jemand zum ersten Mal in Ihren Kiosk kommt, hat er ihn oft schon auf dem Handy gesehen: bei Google Maps, in einem Branchenverzeichnis oder auf Instagram. Ob er dann vorbeikommt, entscheiden Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Schritte kosten nichts außer etwas Zeit. Hier sehen Sie, worauf es ankommt.

1. Google-Unternehmensprofil: der wichtigste Eintrag

Wer „Kiosk in der Nähe“ sucht, bekommt zuerst die Einträge auf Google Maps angezeigt. Ihr kostenloses Google-Unternehmensprofil ist deshalb das Aushängeschild Ihres Kiosks im Internet.

Google nennt drei Faktoren für die lokale Suche: Relevanz (passt Ihr Profil zur Suche?), Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen, die anderen beiden schon. Laut Google werden Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben eher in den lokalen Ergebnissen angezeigt. Ein besseres Ranking gegen Geld gibt es dort nicht.

So holen Sie das Beste aus Ihrem Profil heraus:

  • Profil bestätigen: Nur ein bestätigtes Profil können Sie selbst verwalten.
  • Richtige Kategorie: Wählen Sie eine passende Hauptkategorie, zum Beispiel „Kiosk“, und ergänzen Sie weitere Kategorien, die Ihr Angebot beschreiben.
  • Öffnungszeiten: Tragen Sie Ihre regulären Zeiten ein und pflegen Sie die speziellen Öffnungszeiten für Feiertage, Urlaub oder Inventur. Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt.
  • Vollständige Angaben: Adresse, Telefonnummer, gegebenenfalls Website oder Social-Media-Profil, Zahlungsarten und Merkmale wie „Kartenzahlung“ oder „barrierefreier Eingang“.
  • Beiträge nutzen: Im Profil können Sie Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen veröffentlichen, etwa neue Getränke, Saisonartikel oder geänderte Öffnungszeiten.

Fotos: aktuell und echt

Fotos sind oft das Erste, was Kunden von Ihrem Laden sehen. Laden Sie eigene, aktuelle Bilder hoch und tauschen Sie sie aus, wenn sich etwas ändert:

  • Außenansicht bei Tageslicht, damit man den Laden auf der Straße wiedererkennt
  • Innenansicht mit gefüllten Regalen und aufgeräumter Theke
  • Sortiment wie Getränkekühlung, Snacks oder Saisonware
  • gern auch Sie und Ihr Team, das schafft Vertrauen

Verzichten Sie auf Stockfotos und auf Bilder, die Tabakwaren oder E-Zigaretten in den Mittelpunkt stellen (mehr dazu unten).

2. Bewertungen: ehrlich sammeln, immer antworten

Laut Google zählt zur Bekanntheit auch die Anzahl der Rezensionen. Viele Kunden lesen außerdem die Bewertungen, bevor sie einen Laden zum ersten Mal besuchen. Zufriedene Stammkunden sind Ihr bestes Kapital, die meisten denken nur nicht daran, eine Bewertung zu schreiben.

  • Aktiv fragen: Bitten Sie Ihre Kundschaft um eine ehrliche Bewertung. Ihr Google-Profil liefert dafür einen direkten Link zur Bewertung. Daraus lässt sich leicht ein QR-Code machen, den Sie gut sichtbar an der Kasse aufstellen.
  • Auf jede Bewertung antworten: Bedanken Sie sich für Lob und reagieren Sie auf Kritik sachlich und freundlich. Laut Google können hilfreiche Antworten dazu beitragen, dass sich Ihr Unternehmen von anderen abhebt. Andere Leser sehen so, dass Sie sich kümmern.

Das ist tabu:

  • Keine Gegenleistung für Bewertungen, also kein Rabatt, kein Gratisgetränk und kein Gewinnspiel. Das verbieten die Google-Richtlinien.
  • Nicht gezielt nur zufriedene Kunden um eine positive Bewertung bitten oder Kritik zu unterdrücken versuchen. Auch das untersagt Google.
  • Keine gekauften oder selbst geschriebenen Bewertungen. Seit Mai 2022 verbietet das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ausdrücklich, gefälschte Bewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben. Das kann teure Abmahnungen nach sich ziehen, und Google löscht solche Bewertungen.

3. Überall die gleichen Daten

Neben Google gibt es weitere Stellen, an denen Kunden nach Ihnen suchen:

  • Apple Karten (über Apple Business): wichtig für iPhone-Nutzer, die in Karten suchen
  • Bing Places: der Eintrag für die Suchmaschine Bing. Ein vorhandenes Google-Profil lässt sich dort übernehmen.
  • Branchenverzeichnisse wie Gelbe Seiten, Das Örtliche und Das Telefonbuch. Bei Gelbe Seiten und Das Telefonbuch gibt es einen kostenlosen Grundeintrag mit Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Zusatzpakete kosten extra, oft nach einer kostenlosen Testphase.

Achten Sie darauf, dass Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten überall exakt gleich geschrieben sind. Widersprüchliche Angaben verwirren Kunden, und auch Suchmaschinen können Ihren Laden dann schlechter zuordnen. Google nennt außerdem die Zahl der Websites, die auf ein Unternehmen verweisen, als Teil der Bekanntheit. Saubere Einträge in seriösen Verzeichnissen zahlen also doppelt ein.

Tipp: Legen Sie sich eine kleine Liste an, wo Ihr Kiosk überall eingetragen ist. Ändern sich Öffnungszeiten oder Telefonnummer, aktualisieren Sie alle Einträge auf einmal.

Vorsicht vor Kostenfallen: Nach der Eintragung melden sich oft Anbieter mit kostenpflichtigen Paketen oder Formularen, die wie eine Rechnung aussehen. Lesen Sie genau, bevor Sie etwas unterschreiben. Für einen Kiosk reicht ein kostenloser Grundeintrag in aller Regel aus. Achten Sie bei Testangeboten darauf, ob sie sich automatisch in ein kostenpflichtiges Abo verlängern.

4. Instagram, Facebook und TikTok

Soziale Netzwerke sind ideal, um Stammkunden auf dem Laufenden zu halten und neue Kunden aus der Nachbarschaft zu erreichen:

  • Profil einrichten: gut erkennbarer Name, zum Beispiel „Kiosk am Markt Krefeld“, Adresse, Öffnungszeiten und ein Link zu Ihrem Google-Profil
  • Regelmäßig posten: neue Produkte, Angebote der Woche, Saisonware, geänderte Öffnungszeiten, ein Blick hinter die Theke. Lieber kurz und regelmäßig als selten und aufwendig.
  • Kurze Videos erreichen auf Instagram und TikTok oft mehr Menschen als Fotos. Ein Handy reicht dafür völlig aus.
  • Auf Kommentare und Nachrichten antworten, so entsteht Nähe zur Kundschaft.

Wichtig: Was Sie nicht bewerben dürfen

  • Tabak und E-Zigaretten: Werbung dafür ist im Internet in Deutschland verboten, also auch auf Instagram, Facebook, TikTok und im Google-Profil. Das gilt ebenso für Händler. Neue Zigarettensorten, Liquids oder Vapes gehören deshalb nicht in Ihre Posts.
  • Google-Beiträge: Auch Angebote mit Preisen oder Gutscheinen für Alkohol, Tabak und Glücksspiel sind dort nicht erlaubt.
  • Impressum: Geschäftliche Social-Media-Profile brauchen ein Impressum. Ein Link auf eine Seite mit Ihren vollständigen Anbieterangaben genügt, wenn er leicht zu finden ist.

Beworben werden können dagegen zum Beispiel Getränke, Snacks, Süßwaren, Zeitschriften, Paketdienste oder saisonale Aktionen.

Checkliste: Ihr Kiosk online

  1. Google-Unternehmensprofil angelegt und bestätigt
  2. Kategorie, Öffnungszeiten und spezielle Öffnungszeiten gepflegt
  3. Aktuelle eigene Fotos von außen und innen hochgeladen
  4. QR-Code für Bewertungen an der Kasse, alle Bewertungen beantwortet
  5. Apple Karten, Bing Places und Branchenverzeichnisse eingetragen
  6. Überall identische Daten, Liste aller Einträge angelegt
  7. Instagram- oder Facebook-Profil mit Impressum, regelmäßige Beiträge ohne Tabak- und E-Zigaretten-Werbung

Wer diese Punkte einmal sauber aufsetzt und dann regelmäßig pflegt, wird in der Nachbarschaft deutlich besser gefunden. Mehr zum Start finden Sie in unseren Beiträgen Kiosk eröffnen: Diese Genehmigungen brauchen Sie und Was kostet ein Kiosk?

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: September 2026.

Quellen: Google: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings; Google: Spezielle Öffnungszeiten festlegen; Google: Beiträge im Unternehmensprofil; Google: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte; Wettbewerbszentrale: UWG-Novelle 2022, Kundenbewertungen; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Tabakwerbeverbot; IHK Mittlerer Niederrhein: Impressum – Pflichtangaben im Internet; Gelbe Seiten: Häufige Fragen zum Eintrag.

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